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Dachs klein

Ich bin das Kind der Ostheimer Dachse, und weil ich noch so klein und etwas tapsig bin, ist heute der erste Tag, wo ich meinen Eltern aus dem sicheren Bau gefolgt bin. Vorsichtig erkunde ich die nächste Umgebung meines Zuhauses. Ganz schön aufregend sind all die Gerüche und Geräusche des nächtlichen Waldes.

Dachs Kopf tief

Witternd schnüffle ich am nächtlichen Waldboden entlang und suche nach leckeren Pflanzen oder kleinem Getier. Die Leibspeise von uns Ostheimer Dachsen sind ehrlich gesagt Regenwürmer, die lassen sich besonders bei Regen gut finden.

Dachs Kopf gerade

Wir Ostheimer Dachse sind eigenwillige, etwas raubeinige Gesellen, die in dicht bewaldeten, hügeligen Landschaften leben. Die meisten Menschen sind selbst noch keinem von uns begegnet, denn wir sind gern nachts unterwegs. Tagsüber sind wir in unserem schönen Bau, den wir am Waldrand mit viel Mühe grossräumig in einen Hügel gebaut haben.

Igel klein

Meine Mutter hat euch ja schon von uns Igeln erzählt. Da ich als Igel-Kind von Ostheimer doch noch ein bisschen schüchtern bin, laufe ich meist ganz nah hinter meiner Mutter her und folge ihr dabei auf Schritt und Tritt. Und wenn wir mehrere kleine Igelchen sind, dann laufen wir alle hintereinander her und das sieht lustig aus.

Igel

Ich bin der Ostheimer Igel und streife gerne bei Dämmerung oder nachts durch Gärten, Wiesen und durchs Unterholz des Waldes. Dabei raschelt oft lustig das Laub und auch mein Schmatzen kann man hören, wenn ich etwas Leckeres gefunden habe. Das gute ist, dass mich mein Stachelkleid so gut schützt, dass ich mich nicht zu fürchten brauche. So kann ich unbeschwert auf meinen kleinen Füsschen umherlaufen und wenn mir doch einmal jemand zu nahe kommt, roll ich mich einfach zusammen und bin rundum sicher.

Eule blau

Wie meine Verwandte, die weisse Ostheimer Eule, bin auch ich ein Nachttier, wie ihr unschwer an meinem dichten dunklen Gefieder erkennen könnt. Natürlich sind meine Federn im wirklichen Leben nicht blau, aber wenn ich nachts umher fliege, dann sieht es beinahe so aus und meine grossen runden Augen leuchten dann im Dunklen. Auf diese Weise könnt ihr euch mich und meine Lebensweise besonders gut vorstellen.

Eule weiss

Ich, die weisse Eule von Ostheimer, bin eine Schnee-Eule. Mein weiches, dichtes Gefieder lässt mich beinahe lautlos durch die Luft gleiten, wenn ich fliege. Und da ich nachts jage, ist es besonders wichtig, dass ich sehr gute Augen und ein feines Gehör habe. So höre ich selbst das kleinste Mäuschen über den Waldboden huschen.

Uhu

Wir Uhus sind mächtige Vögel, die im Wald leben und meist erst nach Einbruch der Dunkelheit unterwegs sind. Deshalb kennen uns die meisten Menschen nur, wie wir in Ruhe auf einem Ast sitzend dösen und höchstens ein halbes Auge riskieren, um unsere Umgebung zu beobachten. Könnt ihr Euch vorstellen, wie ich als Uhu von Ostheimer mein tiefes „Schuhuu“ ertönen lasse?

Schwan hoch

Auch ich bin ein Ostheimer Schwan. Manchmal, wenn ich mich bedroht fühle, schlage ich kräftig mit meinen Flügeln und mache mich noch grösser, als ich es eh schon bin, indem ich den Kopf hoch recke und vielleicht sogar fauche. Oder ich hebe mich mit meinen gewaltigen Schwingen in die Lüfte und fliege über den See davon.

Schwan klein

Als Kind der kleinen Ostheimer Schwan-Familie habe ich ein rundum
graues Federkleid. Geschützt und wohl fühle ich mich ganz in der Nähe meiner
Eltern. Wenn ich aber erstmal gross bin, dann werde ich wie sie im strahlend
weissen Gefieder auf dem weiten See schwimmen.

Schwan Kopf hoch

Neugierig recke ich meinen Kopf in die Höhe, ich will doch
immer wissen, was los ist in meinem Revier. Da drüben am Ufer tummeln sich
viele Enten, bestimmt werden sie wieder von den Kindern gefüttert. Rasch
schwimme ich hinzu, gewiss sind ein paar Brocken auch für mich gedacht.

Schwan

In der Schar der vielen Ostheimer Vögel sind wir Schwäne die
grössten. Elegant und majestätisch sieht es aus, wenn ich still übers Wasser
gleite, strahlend weiss mit meinem langen, geschwungenen Hals. Meinen
aufmerksamen Augen entgeht nichts, und sollte jemand meinen Kindern zu nahe
kommen, verschaffe ich mir Respekt mit meinen mächtigen, ausgebreiteten
Flügeln. Mit diesen können wir Schwäne auch schöne weite Strecken fliegen aber
am liebsten sind wir doch an unserem friedlichen See, zusammen mit unseren
lieben Nachbarn, den Enten.

Fasan

Für mein farbenprächtiges Gefieder werde ich oft bewundert. Ich bin der Ostheimer Fasan und lebe im freien Land auf Wiesen und Feldern, jedoch am liebsten nahe eines Gewässers, wo ich im Schilfgras oder im Uferdickicht nisten kann.

Hirschkalb liegend

Nicht nur, wenn wir müde sind, legen wir Hirschkälber uns ins tiefe Gras. Wir tun dies auch, um gut geschützt zu sein. Durch unser geflecktes Fell sind wir dann kaum sichtbar. Unsere Mutter, die Ostheimer Hirschkuh, ist eigentlich immer in unserer Nähe, während unser grosser Hirschvater durch sein Territorium streift.

Hirschkalb stehend

Ich und das zweite Ostheimer Hirschkalb tragen das hübsch gefleckte Fell der kleinen Hirsche. Wenn wir grösser werden, wachsen die weissen Flecken allmählich heraus. Dann sind wir zwar nicht mehr so gut getarnt, aber dafür sind wir dann schnell genug, um bei Gefahr in schnellen Sprüngen zu flüchten.

Hirschkuh fressend

Wie schön ist es, sich friedlich äsend über die Lichtung zu bewegen. Äsen nennen es die Menschen, wenn wir Hirsche und Hirschkühe zartes Gras oder frische Triebe und Blättchen von den Büschen und Bäumen fressen. In der Ostheimer Hirschfamilie haben wir zwei wunderbare Hirschkälber. Kennt ihr sie?

Hirsch

Stolz trage ich mein grosses Geweih auf dem Haupt, und mein röhrender Ruf dröhnt weithin durch den Wald. Wir Ostheimer Hirsche sind edle, grosse Geschöpfe mit schönem tiefbraunem Fell. Wir leben in vielen Teilen der Erde, doch überall haben wir unseren Lebensraum in den weiten, schützenden Wäldern.

Rehkitz Kopf tief

Wir Ostheimer Rehkitze tragen wie die viel grösseren Hirschkälbchen in den ersten Wochen noch lauter kleine weisse Punkte auf unserem Fell. So sind wir im Gras und Unterholz des Waldes noch schwerer zu sehen als die erwachsenen Rehe. Das ist gut, denn noch sind wir sehr klein und zierlich und können mit unseren staksigen Beinen auch noch nicht so geschwind davon springen.

Rehkitz Kopf hoch

Wir Ostheimer Rehkitze sind wirklich klein und halten uns meist gut geschützt im hohen Gras auf. Ich recke allerdings immer öfter neugierig witternd meine Nase aus dem Gras und will ein bisschen mehr von der Welt sehen. Bald werde auch ich ein stolzes Rehböckchen sein.

Reh fressend

Auf der sonnigen Frühlingswiese am Waldrand findet sich wunderbar zartes Grün zum Fressen. Ich bin das Muttertier der Ostheimer Rehfamilie und bin mit meiner Familie im lichten Wald zu Hause. Ich finde, der Name Ricke, den die Menschen uns ausgewachsenen Rehen gegeben haben, ist schön. Ich erkenne darin unsere Leichtigkeit und Sanftmut wieder.

Reh stehend

Ich gehöre zur Rehfamilie von Ostheimer. Mit schnellen, leichten Sprüngen verschwinde ich im Wald, wenn ich Gefahr wittere. Dann sieht man meist nur noch den weissen Fleck meines Hinterteils zwischen den Büschen verschwinden, denn durch mein sanft braunes Fell bin ich gut getarnt.

Rehbock

Ich bin der Rehbock in der Familie der Ostheimer Rehe. Wir Rehe sind viel kleiner und zierlicher als die grossen Hirsche. Aber gerade diese Grazie ist ja das besondere an uns. Seht wie stolz und elegant ich dennoch mein Geweih trage. Wenn ich den grossen Hirsch sehe, denke ich, wir sind wie König und Prinz. Ich bin gerne der „Prinz“ in unserem Wald.

Luchs sitzend

Wenn ich auf dem weichen Moosboden sitze, könnte man meinen, ich döse einfach vor mich hin. Aber nein – meine Ohren mit den unverwechselbaren schwarzen Haarpinseln sind gespitzt, und rings um mich herum bemerke ich auch jedes noch so kleine Rascheln. Eben „Aufmerksam wie ein Luchs …“ – so sagen es doch die Menschen untereinander.